Suizidkapsel «Sarco»: Für EXIT Deutsche Schweiz kein Thema

In einer von einem Sterbehilfe-Aktivisten entwickelten Kunststoffkapsel namens «Sarco» sollen sich Menschen auf Knopfdruck mit Stickstoff selbst töten können. Für EXIT Deutsche Schweiz hat diese Methode keine Bedeutung.

Philip Nitschke, australischer Arzt und Gründer der Sterbehilfeorganisation «Exit International», hat mit seinem Projekt «Sarco» einmal mehr grosse mediale Aufmerksamkeit ausgelöst. Mit einer eigens gegründeten Ablegerfirma namens «Exit Switzerland», die keinerlei Bezug zum Verein EXIT Deutsche Schweiz hat, will er seine Erfindung bald hierzulande in Betrieb nehmen (siehe auch NZZ-Beitrag vom 3.7.24).

EXIT Deutsche Schweiz ist auf solche alternativen Methoden nicht angewiesen. In der Schweiz steht mit dem Sterbemedikament Natrium-Pentobarbital glücklicherweise ein sicheres und breit akzeptiertes Mittel zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit Schweizer Ärztinnen und Ärzten, die im konkreten Fall das notwendige Rezept ausstellen, funktioniert seit Jahren zuverlässig. Zudem schätzen es die betroffenen EXIT-Mitglieder und deren Angehörige, dass sie beim Sterben nicht voneinander getrennt sind, sondern sich bei Bedarf während der letzten Minuten berühren und halten können.

Die Rechtslage in der Schweiz erlaubt es seit Jahrzehnten, dass ausländische Sterbehilfeorganisationen bei uns auch Menschen begleiten, die keinen Wohnsitz in der Schweiz haben. Verglichen mit den Begleitungen durch die hiesigen Vereine EXIT Deutsche Schweiz, EXIT A.D.M.D. und DIGNITAS sind das allerdings nur wenige Einzelschicksale.

Dass Nitschkes Organisation für ihre Mitglieder künftig in der Schweiz mehr als vereinzelt Sterbehilfe mit der Suizidkapsel leisten wird, ist nicht wahrscheinlich. Immer mehr Länder in der EU legalisieren die Sterbehilfe. Wenn dies in Grossbritannien geschieht, wird auch «Exit International» resp. «Exit Switzerland» ihre Mitglieder nicht mehr in die Schweiz bringen müssen.

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