Beratung und Begleitung bei Sterbewunsch

EXIT hört Sterbewilligen grundsätzlich unvoreingenommen zu. Ihr Selbstbestimmungsrecht steht für EXIT an erster Stelle.

Trotzdem gehört es zu jeder Beratung, dass mögliche soziale und medizinische Hilfe sowie Alternativen zum Freitod (insbesondere Palliative Care) bekannt und (mit Fachpersonen) abgeklärt und dem Wunsch des Sterbewilligen entsprechend ausgeschöpft sind.

Da EXIT die Freitodbegleitungen einzig mit dem Medikament Natrium-Pentobarbital (NaP) durchführt und dieses nur gegen ärztliches Rezept erhältlich ist, ist neben EXIT stets ein Schweizer Arzt (meistens der Hausarzt des Sterbewilligen) als zusätzlicher, wichtiger Faktor in den Abklärungsprozess involviert.

Der Beratungsprozess hat bei EXIT hohen Stellenwert.

Allein die Tatsache des Zuhörens und des Verständnisses lässt die Ratsuchenden oft wieder Mut schöpfen.

In seltenen Fällen gibt es auch Mitglieder, für die eine EXIT-Begleitung beim Freitod nicht in Frage kommt - weil sie etwa in der Intimität des Sterbens niemand Aussenstehenden dabei haben möchten.

EXIT bietet auch solchen Mitgliedern Beratung an. Sie dient in erster Linie der Prävention und der Verhinderung eines gewaltsamen Suizids. EXIT rät in jedem Fall von einem unbegleiteten Freitod ab, weil er mit erheblichen Risiken verbunden ist.

Bei EXIT ist grundsätzlich nur der begleitete Freitod möglich; d.h. EXIT gibt dem Sterbewilligen das Sterbemittel nie zur freien Verfügung mit, sondern überbringt es ihm erst am Sterbetag zu Hause durch die Freitodbegleiterin.