EXIT in den Medien

Zeitungen / Internet

Eine Freitodbegleiterin über ihre Arbeit

Bei «True Talk» erzählt Erica (65), EXIT-Freitodbegleiterin, wie eine solche Begleitung abläuft, mit welchen Vorurteilen sie immer wieder konfrontiert wird und warum man die Menschen lieben muss, um sie in den Tod zu begleiten:

Video: "Menschen sollten selbstbestimmt sterben dürfen"
© srf.ch; 24.05.2017

EXIT-Mitgliederzahlen weiterhin steigend

"Mit Unterstützung der Sterbehilfeorganisation EXIT sind letztes Jahr 722 Menschen aus dem Leben geschieden. Im Vorjahr waren es 782 Personen gewesen. Die Zahl der EXIT-Mitglieder ist dagegen angestiegen. Über 12'000 Menschen sind dem Verein neu beigetreten. Damit zählte er zum Jahresende in der Deutschschweiz und im Tessin insgesamt 104'278 Mitglieder. Diese Tendenz setzte sich zu Beginn des Jahres fort: Allein im Januar und Februar traten 3000 Personen Exit bei. (…)" 
© srf.ch; 09.03.2017

Immer mehr Schweizer-Altersheime erlauben Sterbehilfe

 «Über die Hälfte erlaubt bereits Freitodbegleitungen in den eigenen Wänden», sagt Jürg Wiler, Vorstandsmitglied von EXIT. Laufend kämen neue hinzu. «Viele Heime sind offener geworden gegenüber dem Thema und respektieren die Selbstbestimmung der Bewohner.» Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung seien die Bewohner selbst. «Weil sie vermehrt Druck auf die Heimleitungen machen und diese Möglichkeit einfordern.» Im Jahr 2007 führte die Organisation zehn Freitodbegleitungen in Altersheimen durch – 2015 waren es 92. Damals starb jeder 20. EXIT-Betreute in einem Heim, heute jeder zehnte. «Diese Zahlen werden weiter zunehmen», schätzt Wiler. Jetzt kämen die Babyboomer in das entsprechende Alter. «Sie sind sich gewöhnt, selber Entscheidungen zu treffen. Und wollen diese Autonomie auch am Lebensende nicht aus der Hand geben.» (…) 
© Blick; 11.12.2016

Freitodbegleiter Walter Fesenbeckh zum Thema Sterbedruck

"(…) EXIT selber versteht den Freitod keinesfalls als ideologischen Antagonismus zur Palliativpflege, sondern unterstützt durch seine Stiftung palliacura seit Jahren diese Bestrebungen. Und ebenso selbstverständlich spricht EXIT sich für zivilgesellschaftliche Angebote zur Aufwertung des Alterns aus. Damit der Gedanke, das Dasein eines alten Menschen könnte per se „lebensunwert“ sein, dorthin verschoben wird, wo er hingehört, ins Abseits nämlich."
© Tagesanzeiger; 30.10.2016

Komiker Peach Weber begründet seine EXIT-Mitgliedschaft

 „(…) Ich will mich einfach absichern, wenn meine Perspektive irgendwann absolut hoffnungslos sein sollte. Keiner trifft diese finale Entscheidung, in den Tod zu gehen, leichtfertig. An diesem Punkt ist der Mensch absolut hoffnungslos und sieht keinen rettenden Strohhalm mehr. (…)“ 
© Blick; 03.10.2016

EXIT-Studie: Erwartungen an Ärzte am Lebensende

"Die meisten Patienten möchten am Lebensende neutral beraten werden. Dies zeigt eine Studie von EXIT. Die Sterbehilfeorganisation leitet daraus die ärztliche Pflicht ab, Suizidhilfe zu thematisieren. Was die Medizin lange ignoriert hat, belegt nun eine Online-Umfrage: Eine satte Mehrheit der Deutschschweizer Bevölkerung erwartet vom behandelnden Arzt, dass er sie in die medizinischen Entscheide einbezieht und sich genügend Zeit für ihre Anliegen nimmt. 94 Prozent der befragten Personen verlangen eine neutrale und unvoreingenommene Beratung am Lebensende. Am Dienstag hat die Sterbehilfeorganisation EXIT die Resultate der von ihr in Auftrag gegebenen Studie in Zürich den Medien präsentiert. (…)“ 
© NZZ; 20.09.2016

"Zwei Drittel der Befragten gaben an, sich bereits mit der Sterbehilfe auseinandergesetzt zu haben. Drei Viertel wünschen sich eine frühzeitige Information über das Selbstbestimmungsrecht am Lebensende durch den Arzt. Zwei Drittel erwarten von ihrem Arzt, dass er die Unterlagen für eine Sterbehilfe vorbereitet. Jürg Wiler, Leiter Kommunikation bei EXIT, sagte, die Ergebnisse seien klar und wegweisend. Und: «Die Unterstützung der Sterbehilfe durch den Arzt gehört für die Bevölkerung im Alter über 50 zu den integralen Bestandteilen der ärztlichen Aufgaben.» (…)“ 
© Blick; 20.09.2016

Drohendes Sterbehilfeverbot in Deutschland

"Die Forderung aus CDU- und SPD-Kreisen will «geschäftsmässige Förderung der Selbsttötung» mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestrafen. Der begleitete Freitod solle nicht zu einem «Dienstleistungsangebot» werden, heisst es im Gesetzesentwurf. Deutsche Sterbehilfe-Organisationen müssten ihre Tätigkeit bei einer Annahme des Gesetzesentwurfs einstellen. Für Jürg Wiler, Sprecher von EXIT, wäre das ein schlechtes Signal: «Genauso wie in der Schweiz will auch in Deutschland ein Grossteil der Bevölkerung ein selbstbestimmtes Lebensende.» Wenn das deutsche Parlament die Sterbehilfe verbiete, stelle es sich gegen den Bürgerwillen. Wiler betont, man wolle sich nicht in die deutsche Politik einmischen. «Wir wollen daran erinnern, dass das Recht auf Selbstbestimmung in der Schweiz nicht leichtfertig aufgegeben werden darf.» (…)“
© 20 Minuten; 04.11.2015

Exit erreicht neuen Mitgliederrekord

"In den vergangenen 18 Monaten hat die Sterbehilfeorganisation Exit über 21'500 Neubeitritte verzeichnet. Der Verein zählt derzeit über 90'000 eingetragene Mitglieder. Das sind mehr als je zuvor (...) Der anhaltende Mitgliederzuwachs sei unter anderem auf den Entscheid der Exit-Mitglieder an der letztjährigen Generalversammlung zurückzuführen. Damals stimmte eine Mehrheit dafür, dass sich der Verein verstärkt für die Möglichkeiten des Altersfreitods engagiere und dies auch in seinen Statuten verankere. (...) . 
© srf.ch; 31.05.2015

Tag der offenen Tür

"Am Tag der offenen Tür wurde die Aussenstelle in Binningen regelrecht überrannt. Im Nu waren das Büro der Stellenleiterin und das Wartezimmer überfüllt, mehrheitlich ältere Leute wollten sehen, wie das Büro der Sterbehilfeorganisation nun aussieht. Nur gut, dass EXIT auch Personal von der Hauptgeschäftsstelle in Zürich mitgebracht hatte, der Ansturm wäre sonst kaum zu bewältigen gewesen. 
© Basler Zeitung; 07.11.2013

"Suizid mag ein gesellschaftliches Tabu sein – gestern an der Hauptstrasse 24 in Binningen war er es bestimmt nicht. Richtiggehend Schlange standen die Menschen, um am Tag der offenen Türe einen Blick in das regionale Büro zu werfen, das die Sterbehilfeorganisation EXIT Anfang Oktober eröffnet hat. Sogar ein Fernsehteam aus Südkorea war da.
© Mittelland-Zeitung; 07.11.2013

Hans Küng bei EXIT

"Freitod mit Gottes Segen: Star-Theologe Hans Küng (85) [...] befasst sich mit dem eigenen Tod, spricht über seinen körperlichen Verfall und outet sich als Mitglied der Sterbehilfeorganisation EXIT." 
© Blick; 21.10.2013

"Der Luzerner Papstkritiker hat Parkinson und wird blind. Den Moment seines Todes will er selber wählen. Mit Hilfe der Sterbeorganisation EXIT." 
© Schweizer Illustrierte; 21.10.2013

Eröffnung Büro Basel

"Exit ist neu in Binningen präsent. Bisher mussten die 15000 Mitglieder der Sterbehilfeorganisation Exit, die in der Nordwestschweiz leben, für Beratungsgespräche nach Zürich reisen. Seit vorgestern können sie die Dienstleistungen von Exit, die in erster Linie aus Beratungen zu Patientenverfügungen und nur zu einem kleinen Teil aus Sterbebegleitung bestehen, auch in der Region in Anspruch nehmen: In Binningen hat Exit eine Geschäftsstelle eröffnet, die vorerst aber nur montags geöffnet ist. Die Geschäftsführerin [wirkt] schon länger für Exit. [... ]." 
© Mittelland-Zeitung; 03.10.2013

"Die Sterbehilfeorganisation Exit eröffnet am 1. Oktober ein Beratungsbüro als Anlaufstelle für die Region Basel. 15 000 der rund 70 000 Mitglieder der «Selbstbestimmungsorganisation» leben in der Region Basel. Deshalb sollen für sie die Dienstleistungen besser zugänglich sein als am Hauptsitz in Zürich. [... ] Am Anfang sollen vor allem Beratungen über Patientenverfügungen angeboten werden. Der Binninger Gemeinderat habe positiv auf die [Vorab-]Ankündigung der Eröffnung reagiert. [... ] «Wir haben eine gute Lösung», sagt Exit-Präsidentin Saskia Frei, «dieser Standort ist mit dem ÖV gut erreichbar und liegt nahe beim Bahnhof. Er ist zweckmässig und es hat Parkplätze.» Zur Verfügung stehen ein kleiner Eingangsbereich mit WC und Gang, ein Empfangsbereich und ein Büro für die Büroleiterin. [... ]." 
© Basler Zeitung; 18.09.2013

Vorstand einstimmig wiedergewählt

" [... ] Exit bestätigte ihren Vorstand im Amt. Die ehemalige Basler FDP-Grossrätin Saskia Frei führt die Organisation weiterhin als Präsidentin. Exit zog eine positive Bilanz des letzten Jahres. Die Einschränkung der Suizidhilfe habe verhindert werden können, schreibt sie in einer Mitteilung."
© Schweiz am Sonntag; 02.06.2013

Mehr Leidenden geholfen

" [... ] 356 Personen haben letztes Jahr die Sterbehilfe von Exit in Anspruch genommen. Das sind rund 50 mehr als im Vorjahr, wie die Sterbehilfeorganisation am Samstag mitteilte. Das Durchschnittsalter lag bei 77 Jahren. Mit 139 weitaus am meisten Fälle gab es im Kanton Zürich. Bern weist mit 52 den zweithöchsten Wert aus. Die Zahl der Mitglieder stieg auf 70 000. Dies gab die Organisation an ihrer Generalversammlung in Zürich bekannt."
© NZZ am Sonntag; 02.06.2013

Menschenrechts-Gericht rügt Schweiz

"Der Menschenrechts-Gerichtshof verlangt von der Schweiz klare Sterbehilfe-Richtlinien - ein Sieg für Organisationen wie Exit und Dignitas. "Das ist ein grosser Schritt vorwärts", sagt Ludwig A. Minelli, Gründer der Sterbehilfe-Organisation Dignitas, auf Anfrage. Die Strassburger Richter hätten den Schweizer Widerspruch zwischen der Europäischen Menschenrechtskonvention, wo das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und somit auf einen selbstbestimmten Todeszeitpunkt verankert ist und dem Schweizerischen Betäubungsmittelgesetz "mit viel Sachkenntnis" erfasst. Auch EXIT begrüsst in einem Communiqué das Urteil: Die Schweiz dürfe sich nicht davor drücken, "das Recht auf Selbstbestimmung klar und für alle praktikabel auszugestalten". An der Sterbehilfepraxis von Exit werde sich aber nichts ändern - von Personen ohne jegliches Leiden habe man ohnehin nur ganz selten Anfragen."
© 20 Minuten; 15.05.2013

"Exit erklärt, vom Urteil nicht direkt betroffen zu sein. An der Sterbehilfepraxis werde sich vorerst nichts ändern. Exit kann laut Statuten keinen gesunden Menschen helfen, sondern nur bei hoffnungsloser Prognose, unerträglichen Beschwerden oder unzumutbarer Behinderung."
© Tages-Anzeiger; 15.05.2013

Pro Senectute für Selbstbestimmung

"Angesichts des sozialen Wandels und des medizinischen Fortschritts hat sich Pro Senectute über das Thema Hilfe zum Suizid [wie EXIT sie leistet] gebeugt. Fazit: Pro Senectute anerkennt das "Recht von Suizidwilligen, ihr Leben - auch unter der Beihilfe anderer Personen - beenden zu wollen". Die Organisation begründet ihre Haltung mit den bestehenden Gesetzen, die Hilfe zum Suizid erlauben. Und sie stellt die Haltung ins Licht des sozialen Wandels, der mit einer Individualisierung und Ökonomisierung einhergehe. Als weiteren Grund für ihre Haltung nennt Pro Senectute das Recht auf Selbstbestimmung, das heute ein zentraler Wert sei. "Die Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens soll bei jedem Einzelnen liegen und nicht länger an irgendwelche Autoritäten delegiert werden."
© Aargauer Zeitung; 14.05.2013

EXIT kritisiert nationales Forschungsprojekt

"Organisationen wie Exit und Dignitas kritisieren ein Projekt des Nationalfonds. Es sei politisch und rechtlich überholt und verschleudere Steuergelder [...], s sei weder ergebnisoffen noch wissenschaftlich neutral, sondern gegenüber der Patientenautonomie voreingenommen. Selbstbestimmung und Suizidhilfe behandle es von vornherein als problematisch und negativ. Bernhard Sutter, der Exit-Vizepräsident, bemängelt etwa, ins Projekt seien unverblümt moraltheologische Positionen der katholischen Kirche eingeflossen. [...] Der Ausführungsplan des Projekts wünscht eine "Diskussion über eine angemessene strafrechtliche Regelung der umstrittenen Suizidhilfe" und "Vorschläge für eine rechtliche Neuregelung der Suizidhilfe". Vonseiten Exits heisst es, die unterlegenen Selbstbestimmungsgegner wollten "durch die Hintertür der Wissenschaft" doch noch eine Einschränkung der Sterbehilfe erreichen. Bundesrat, eidgenössische Räte und der Zürcher Regierungsrat hätten schliesslich vor kurzem eine weitere Regulierung der Sterbehilfe abgelehnt. [...] Die gemeinsame Kritik veranlasste die fünf Sterbehilfeorganisationen Exit Romandie, Exit deutsche Schweiz, Dignitas, Ex international und Lifecircle, gestern gemeinsam eine Medienkonferenz einzuberufen. Sie bemängelten, Sterbehilfe nehme im NFP 67 eine völlig überproportionale Rolle ein, obwohl diese von allen Sterbefällen weniger als ein Prozent ausmache."
© Tages-Anzeiger; 26.04.2013

"The five organisations which legally offer assisted suicide in Switzerland have criticised a government-commissioned research programme led by a Catholic theologian, saying the project is too biased. Exit Romandie, Exit Deutsche Schweiz, Dignitas, Ex International und Lifecircle demand the Swiss National Science Foundation (SNSF) readjust the national research programme end of life NRP 67. They claim the CHF 15 million programme is "unscientific", "biased" and "full of Catholic morality". [...] The organisations are convinced that the research project is a sham, to bring the subject back on the political agenda. They have cancelled their cooperation for the time being. [...] Assisted suicide organisation have more than 100,000 members. Every year they assist 550-600 people in dying, many of them from abroad."
© The Mail; 26.04.2013

"Réunies pour la première fois en trente ans, cinq associations d'aide au suicide dénoncent le parti pris d'un programme de recherche lancé par le FNS pour 15 millions de francs. Les responsables sont connus pour être hostiles à l'aide au suicide. [...] Les associations montrent du doigt le programme de recherche PNR 67, intitulé "Fin de vie" et lancé en 2010 par le Fonds national suisse de la recherche scientifique (FNS). "Ce programme se retrouve entre les mains d'un théologien éthique catholique fermement opposé à l'aide au suicide et dont le regard n'est en aucun cas scientifique", avance Ludwig A. Minelli. Le vice-président d'Exit Suisse alémanique, Bernhard Sutter, renchérit: "Le programme contient de nombreux signes de partialité que nous avons consciencieusement analysés." Pour Bernhard Sutter, plus de 40% des domaines de recherche abordés touchent la question de l'aide au suicide. "C'est disproportionné. On oublie qu'en Suisse, 99% des décès se déroulent sans assistance au suicide." Le vice-président d'Exit dénonce plusieurs partis pris, notamment lorsqu'on présente leur activité comme un "sujet de controverse". "C'est oublier les soutiens populaires [les votations zurichoises de 2011, ndlr] et les choix récents du Conseil fédéral et du parlement de ne pas légiférer." Un autre soutien politique s'est manifesté en mars dernier: le socialiste Andreas Gross a déposé une demande d'éclaircissement au Conseil national autour de ce programme. Pour l'heure, les cinq associations ,qui réunissent 100 000 membres et accompagnent annuellement quelque 550 personnes dans la mort, ont décidé de bloquer leur collaboration avec le PNR 67."
© Le Temps; 26.04.2013

Andrang am EXIT-Muba-Stand

" [...] Der Stand des Vereins EXIT zieht an der Muba in Basel das Publikum gleich in Scharen an. Das begleitete Sterben scheint kein Tabu-Thema mehr zu sein. Neben indonesischen Bauchtänzen, Whirlpools und Küchengeräten sorgt besonders ein Stand für Aufsehen: Die Sterbehilfe-Organisation EXIT lockt die Massen an ihren Stand. "Am Freitag standen die Leute richtiggehend Schlange", sagt EXIT-Sprecher Bernhard Sutter. Es stehe zwar nicht die Hilfe zum Freitod im Zentrum, sondern die neue Patientenverfügung. Viele Fragen drehen sich aber dennoch um das begleitete Sterben. Dass Sterbehilfe kein Tabuthema ist, zeigt sich nicht nur am grossen Interesse an Informationsbroschüren. "Wir haben unsere Tragetaschen extra nicht angeschrieben", so Sutter. Den meisten Besuchern hätte dies laut Sutter aber nichts ausgemacht. Die Veranstalter der Muba, die EXIT explizit eingeladen hatten, freuen sich über den Zulauf. "Wir haben auch bemerkt, dass EXIT viele Leute anzieht", sagt Sprecher Simon Dürrenberger. Man überlege sich deshalb, nächstes Jahr einen grösseren Stand anzubieten"
© 20 Minuten; 25.02.2013

"[...] Sterbehilfe ist offensichtlich kein Tabuthema mehr. Der Stand der Schweizer Sterbehilfeorganisation EXIT zieht an der Mustermesse (Muba) in Basel die Interessenten massenweise an, berichten übereinstimmend Vertreter der Messeorganisation und von EXIT. Im Mittelpunkt des Publikumsinteresses stünde die neue Patientenverfügung von EXIT. Aber auch die Themen begleitetes Sterben und Freitod fänden grosses Publikumsinteresse. [...]"
© Süddeutsche; 27.02.2013

" [...] EXIT, un exposant qu'on ne verra peut-être pas de sitôt à la Foire de Strasbourg, mais qui ne choque personne en Suisse, surtout pas à Bâle, la ville la plus âgée du pays. Les voisins de stands d'EXIT ont même été interrogés par la direction avant d'être placés à côté d'eux. Et personne n'y a vu d'inconvénients. [...] La file d'attente est longue devant le stand d'EXIT: des retraités, en couple ou seuls, des quinquagénaires dont les parents ont Alzheimer, quelques jeunes aussi. Ils patientent pour s'entretenir sur l'aide au suicide avec l'un des trois bénévoles d'EXIT: "Le questionnement sur la fin de vie préoccupe de plus en plus de gens, du fait de l'allongement de la durée de la vie, de la forte augmentation de la maladie d'Alzheimer ", estime le vice-président d'EXIT Deutsche Schweiz, Bernhard Sutter."
© France 3; 26.02.2013

EXIT wächst und wächst

"Die Sterbehilfeorganisation EXIT registrierte 2012 so viele Neuanmeldungen wie noch nie. Netto sind im vergangenen Jahr 7000 Mitglieder der Organisation beigetreten. Das sind rund 20 pro Tag. Damit wurde sogar das Rekordjahr 2011 nochmals überboten. Einen grossen Anteil am Andrang hat die neue Gesetzeslage. Seit dem 1. Januar gilt das überarbeitete Erwachsenenschutzrecht. Dadurch werden die Patientenverfügungen noch wichtiger, weil Ärzte nun schweizweit dazu verpflichtet sind, diese Verfügung aktiv einzuholen. [...] EXIT feierte 2012 sein 30-Jahr-Jubiläum, führte im Juli den Weltkongress der Sterbehilfegesellschaften durch und zählt mittlerweile über 66 000 Mitglieder. Viel Aufmerksamkeit trug auch der Freitod von Fussball-Legende Timo Konietzka bei. Zu Hause in Brunnen SZ schluckte der gebürtige Deutsche im März Natrium-Pentobarbital. In der selbst verfassten Todesanzeige lobte Konietzka die Organisation: <Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei EXIT bedanken, die mich von meinen Qualen erlöst und auf dem schweren Weg begleitet hat.>"
© Der Sonntag; 13.01.2013

Auszeichnung für EXIT-Buch

"Das Buch "Der organisierte Tod" von Hans Wehrli, Bernhard Sutter und Peter Kaufmann, für EXIT der deutschen Schweiz, erhielt den diesjährigen Arthur-Koestler-Sonderpreis, "weil es so gut die kontroverse Diskussion zum Thema der Freitodhilfe aufzeigt. Es ist erstklassig", so die Jury. Das Werk besteht aus Pro- und Contra-Beträgen zu Sterbehilfe und Palliative Care. Akteure, Experten und Kritiker zeigen darin anhand wahrer Fälle und Schicksalsgeschichten, wie Sterbehilfe in den letzten 30 Jahren in der Schweiz, aber auch in Deutschland und im übrigen Europa zu einer nicht mehr wegzudenkenden Realität geworden ist. Sie beziehen Stellung zu den kontroversesten Aspekten der Sterbehilfe und zeichnen ein feines Bild des Kampfes um Würde und Selbstbestimmung am Lebensende. Bernhard Sutter, der stellvertretend für die anderen Herausgeber anwesend war, betonte, dass es Absicht gewesen sei, nicht nur für die Schweiz, sondern auch nach Deutschland hineinwirkend zu argumentieren. So sei rund die Hälfte der 28 Beiträge von deutschen Autoren. Er erinnerte an die Schweizer Gesundheitsministerin Simonetta Sommaruga, die betont hat: "Es ist nicht Sache des Gesetzgebers, das Recht des Suizids zu beurteilen." Man sollte aufhören, mahnte Sutter an, Sterbehilfe und Palliativmedizin als Gegensätze zu sehen, sie seien komplementär."
© Berliner Zeitung; 10.11.2012