Leitbild

Selbstverantwortung im Leben und im Sterben

Unsere Aufgabe

  • EXIT engagiert sich für die Selbstbestimmung des Menschen im Leben und im Sterben.
  • Selbstbestimmung als Ausdruck der Menschenwürde ist ein Grundrecht des Menschen.
  • EXIT setzt sich auf allen Ebenen für die Anerkennung dieses Rechts und auch für eine humane Sterbekultur ein.
  • EXIT unterstützt ihre Mitglieder bei der Formulierung und Durchsetzung der Patientenverfügung.
  • EXIT hilft den Mitgliedern, einen ihrer persönlichen Situation angemessenen Weg zu finden. Kann EXIT nicht helfen, wird auf Wunsch ein Kontakt mit qualifizierten Organisationen oder Personen vermittelt.
  • Freitodbegleitung ist der letzte Dienst, den EXIT einem Mitmenschen erweisen kann. EXIT begleitet Mitglieder auf deren ausdrücklichen Wunsch, die wegen schwerer körperlicher Krankheit, Behinderung oder vielfältigen Altersbeschwerden so sehr leiden, dass sie in ihrer Existenz keinen Sinn mehr sehen. Im Falle eines autonom gefällten Entscheides, aus dem Leben scheiden zu wollen, hilft EXIT, diesen Willen menschenwürdig und mit Rücksicht auf das persönliche Umfeld umzusetzen.
  • Über die Hospiz-Stiftung fördert EXIT die palliative Betreuung und Pflege.

Unsere Arbeitsweise

  • Im Zentrum der EXIT-Aktivitäten stehen die persönliche Beratung und das Anliegen, unseren Mitgliedern zur Seite zu stehen.
  • EXIT orientiert sich dabei an den ethischen Prinzipien der Autonomie und der Menschenwürde. Bei Unsicherheit greift EXIT auf die fachliche Beratung durch Experten zurück. Letztlich entscheidend ist für EXIT aber der Wille des betroffenen Menschen.
  • EXIT hält sich strikt an das geltende Recht. Gleichzeitig engagiert sich EXIT für die Liberalisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Sinne einer vorbehaltlosen Respektierung des Selbstbestimmungsrechts des Menschen.
  • EXIT steht jenen Menschen zur Verfügung, die sich in der existenziellen Frage des eigenen Sterbens entschieden haben, die Hilfe von EXIT in Anspruch zu nehmen. EXIT überlässt es dabei prinzipiell den Betroffenen, den ersten Schritt zu tun.

Unsere Beziehungen

  • EXIT ist politisch und konfessionell neutral.
  • EXIT ist interessiert an einem offenen und sachlichen Dialog mit Exponenten des Staates, der Kirchen, der Medizin, des Rechts und der Medien.
  • EXIT öffnet sich wissenschaftlichen Institutionen, um unsere Position einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und gleichzeitig Zugang zu den Forschungsergebnissen zu erhalten.

Unsere Organisation

  • EXIT ist rechtlich ein Verein. Jedes Vorstandsmitglied trägt die Verantwortung für ein bestimmtes Ressort.
  • Eine klare und transparente Regelung der Verantwortlichkeiten sowie kurze Entscheidungswege ermöglichen ein effizientes Arbeiten. Verbindliche Richtlinien sorgen für eine einheitliche Vorgehensweise.
  • EXIT ist interessiert an möglichst vielen Mitgliedern, weil uns das in den Auseinandersetzungen um die Sterbehilfe das nötige Gewicht gibt.
  • EXIT macht deshalb in angemessener Weise auf sich und ihr Angebot aufmerksam, verzichtet jedoch bewusst auf aggressive Werbekampagnen.
  • Durch eine verstärkte Regionalisierung erfolgen Information und Beratung in möglichst grosser Nähe unserer Mitglieder.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Alle für EXIT tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über die menschlich-soziale und fachliche Kompetenz, um ihre Aufgaben weitgehend in Selbstverantwortung wahrnehmen zu können.
  • Ihre Entlöhnung erfolgt nach den Ansätzen vergleichbarer Nonprofit-Organisationen.
  • EXIT legt grossen Wert auf die systematische Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeitenden.
  • Teamgeist, Respekt, Offenheit und Konfliktfähigkeit prägen die EXIT-interne Zusammenarbeit.

Unsere Finanzen

  • Die einzige wirtschaftliche Zielsetzung von EXIT ist die gesicherte Finanzierung ihrer Aktivitäten. Die Einnahmen setzen sich zusammen aus Mitgliederbeiträgen, Kapitalzinsen, Spenden und anderen Erträgen
  • Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln geht EXIT haushälterisch und im Bewusstsein ihrer Zweckbindung um.

Vom Vorstand verabschiedet an seiner Sitzung vom 1. November 2002