EXIT - Selbstbestimmung
im Leben und im Sterben

Was den freiwilligen Tod betrifft: Ich sehe in ihm weder eine Sünde noch eine Feigheit. Aber ich halte den Gedanken, dass dieser Ausweg uns offen steht, für eine gute Hilfe im Bestehen des Lebens und all seiner Bedrängnisse. Hermann Hesse

  • EXIT schützt Sie bei Krankheit und Unfall vor Behandlungswillkür.
  • EXIT ist für Sie da in schwierigen Lebenssituationen.
  • EXIT unterstützt Sie, sollten Sie dereinst Ihr Selbstbestimmungsrecht ausüben.

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Aktuell

19.11.2014Grosses Verständnis der Ärzte für Sterbehilfe

Drei Viertel der Schweizer Ärzteschaft halten das selbstbestimmte Sterben von Patienten mit einem ärztlich verschriebenen Medikament für vertretbar. Das zeigt eine Studie der SAMW.mehr lesen

15.11.2014Alt-Ständerat This Jenny verstorben

Der terminal an Krebs erkrankte Politiker ist heute Samstag in EXIT-Begleitung gestorben.mehr lesen

25.09.2014SAMW geht über die Bücher

Nachdem eine repräsentative Umfrage zeigt, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung hinter dem ärztlich assistierten Altersfreitod steht, verwundert die Verschiebung der Publikation einer entsprechenden Ärzteumfrage der SAMW.mehr lesen

25.09.2014Der Altersfreitod ist mehrheitsfähig

Nicht nur EXIT-Mitglieder sind für erleichterte Sterbehilfe für Betagte. Eine satte Mehrheit von 68 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer würden geringere Hürden für den Altersfreitod begrüssen. Dies hat eine repräsentative...mehr lesen

11.09.2014Gesuch für Sterbezimmer

Im Raum Basel, der zweit-grössten Agglomeration der Schweiz, fehlt ein Sterbezimmer. EXIT hat bei den Behörden ein Gesuch eingereicht.mehr lesen

04.09.2014Geld für Sterbehilfe-Kritikerin

Eine sterbehilfe-kritische Journalistin, die als Doktorandin mit dem umstrittenen Forschungsprogramm NFP67 «Lebensende» verbandelt ist, erhält von einer sterbehilfe-kritischen Privatorganisation Forschungsgeld. mehr lesen

20.08.2014Keine Verdoppelung

Eine Studie der Uni Zürich vermittelt ein verzerrtes Bild.mehr lesen

01.08.2014Wartezeiten nach Anmeldung

Aufgrund weiterhin hoher Anmeldezahlen bittet EXIT um Geduld.mehr lesen

03.06.2014Medien eher für den «Altersfreitod»

Die grossen Zeitungen der Schweiz zeigen Verständnis für die Forderung nach voller Selbstbestimmung für Betagte.mehr lesen

24.05.2014GV stimmt pro Altersfreitod

Wichtigstes Resultat der Generalversammlung ist die Verankerung des Engagements für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht auch von Hochbetagten (Altersfreitod) in den Statuten. Die EXIT-GV 2014 hat es mit grossem Mehr...mehr lesen

05.05.2014Geschäftsführer ernannt

Wegen Pensionierung des bisherigen Amtsinhabers hat der Vorstand per Frühjahr 2015 einen neuen Geschäftsführer ernannt.mehr lesen

24.04.2014Justiz stützt «Altersfreitod»

Ein Arzt, der einem Hochbetagten, der sterben wollte, ohne körperliche Untersuchung Suizidhilfe leistete, hat gemäss Berufungsgericht korrekt gehandelt.mehr lesen

30.03.2014Mehr Mitglieder haben um Hilfe ersucht

2013 hat EXIT rund 100 Mitgliedern mehr als im Vorjahr beim selbstbestimmten Sterben beigestanden. Dies geht aus der eben veröffentlichten Jahresstatistik hervor.mehr lesen

20.03.2014Engagement für Sterbefreiheit befürwortet

Eine Befragung der über 70'000 Mitglieder unseres Vereins dieses Frühjahr hat zu einem hohen Rücklauf geführt. Die antwortenden Mitglieder würden eine Statutenergänzung, wie sie der Generalversammlung vom Mai vorgeschlagen wird,...mehr lesen

14.03.2014NEK: Antwort des Bundes

Das Parlament erhält ethische Empfehlungen von einem Gremium, in dem Theologen, Technokraten und aus dem Ausland stammende Fachleute den Ton angeben. Von der Wahlbehörde, dem Bundesrat, wollten wir wissen, weshalb dem so ist....mehr lesen

EXIT in den Medien

Zitate aus Zeitungen

Tag der offenen Tür

"Am Tag der offenen Tür wurde die Aussenstelle in Binningen regelrecht überrannt. Im Nu waren das Büro der Stellenleiterin und das Wartezimmer überfüllt, mehrheitlich ältere Leute wollten sehen, wie das Büro der Sterbehilfeorganisation nun aussieht. Nur gut, dass EXIT auch Personal von der Hauptgeschäftsstelle in Zürich mitgebracht hatte, der Ansturm wäre sonst kaum zu bewältigen gewesen. © Basler Zeitung; 07.11.2013

"Suizid mag ein gesellschaftliches Tabu sein – gestern an der Hauptstrasse 24 in Binningen war er es bestimmt nicht. Richtiggehend Schlange standen die Menschen, um am Tag der offenen Türe einen Blick in das regionale Büro zu werfen, das die Sterbehilfeorganisation EXIT Anfang Oktober eröffnet hat. Sogar ein Fernsehteam aus Südkorea war da.© Mittelland-Zeitung; 07.11.2013

Hans Küng bei EXIT

"Freitod mit Gottes Segen: Star-Theologe Hans Küng (85) [...] befasst sich mit dem eigenen Tod, spricht über seinen körperlichen Verfall und outet sich als Mitglied der Sterbehilfeorganisation EXIT." © Blick; 21.10.2013

"Der Luzerner Papstkritiker hat Parkinson und wird blind. Den Moment seines Todes will er selber wählen. Mit Hilfe der Sterbeorganisation EXIT." © Schweizer Illustrierte; 21.10.2013

Eröffnung Büro Basel

"Exit ist neu in Binningen präsent. Bisher mussten die 15000 Mitglieder der Sterbehilfeorganisation Exit, die in der Nordwestschweiz leben, für Beratungsgespräche nach Zürich reisen. Seit vorgestern können sie die Dienstleistungen von Exit, die in erster Linie aus Beratungen zu Patientenverfügungen und nur zu einem kleinen Teil aus Sterbebegleitung bestehen, auch in der Region in Anspruch nehmen: In Binningen hat Exit eine Geschäftsstelle eröffnet, die vorerst aber nur montags geöffnet ist. Die Geschäftsführerin [wirkt] schon länger für Exit. [... ]." © Mittelland-Zeitung; 03.10.2013

"Die Sterbehilfeorganisation Exit eröffnet am 1. Oktober ein Beratungsbüro als Anlaufstelle für die Region Basel. 15 000 der rund 70 000 Mitglieder der «Selbstbestimmungsorganisation» leben in der Region Basel. Deshalb sollen für sie die Dienstleistungen besser zugänglich sein als am Hauptsitz in Zürich. [... ] Am Anfang sollen vor allem Beratungen über Patientenverfügungen angeboten werden. Der Binninger Gemeinderat habe positiv auf die [Vorab-]Ankündigung der Eröffnung reagiert. [... ] «Wir haben eine gute Lösung», sagt Exit-Präsidentin Saskia Frei, «dieser Standort ist mit dem ÖV gut erreichbar und liegt nahe beim Bahnhof. Er ist zweckmässig und es hat Parkplätze.» Zur Verfügung stehen ein kleiner Eingangsbereich mit WC und Gang, ein Empfangsbereich und ein Büro für die Büroleiterin. [... ]." © Basler Zeitung; 18.09.2013

Vorstand einstimmig wiedergewählt

" [... ] Exit bestätigte ihren Vorstand im Amt. Die ehemalige Basler FDP-Grossrätin Saskia Frei führt die Organisation weiterhin als Präsidentin. Exit zog eine positive Bilanz des letzten Jahres. Die Einschränkung der Suizidhilfe habe verhindert werden können, schreibt sie in einer Mitteilung."
© Schweiz am Sonntag; 02.06.2013

Mehr Leidenden geholfen

" [... ] 356 Personen haben letztes Jahr die Sterbehilfe von Exit in Anspruch genommen. Das sind rund 50 mehr als im Vorjahr, wie die Sterbehilfeorganisation am Samstag mitteilte. Das Durchschnittsalter lag bei 77 Jahren. Mit 139 weitaus am meisten Fälle gab es im Kanton Zürich. Bern weist mit 52 den zweithöchsten Wert aus. Die Zahl der Mitglieder stieg auf 70 000. Dies gab die Organisation an ihrer Generalversammlung in Zürich bekannt."
© NZZ am Sonntag; 02.06.2013

Menschenrechts-Gericht rügt Schweiz

"Der Menschenrechts-Gerichtshof verlangt von der Schweiz klare Sterbehilfe-Richtlinien - ein Sieg für Organisationen wie Exit und Dignitas. "Das ist ein grosser Schritt vorwärts", sagt Ludwig A. Minelli, Gründer der Sterbehilfe-Organisation Dignitas, auf Anfrage. Die Strassburger Richter hätten den Schweizer Widerspruch zwischen der Europäischen Menschenrechtskonvention, wo das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und somit auf einen selbstbestimmten Todeszeitpunkt verankert ist und dem Schweizerischen Betäubungsmittelgesetz "mit viel Sachkenntnis" erfasst. Auch EXIT begrüsst in einem Communiqué das Urteil: Die Schweiz dürfe sich nicht davor drücken, "das Recht auf Selbstbestimmung klar und für alle praktikabel auszugestalten". An der Sterbehilfepraxis von Exit werde sich aber nichts ändern - von Personen ohne jegliches Leiden habe man ohnehin nur ganz selten Anfragen."
© 20 Minuten; 15.05.2013

"Exit erklärt, vom Urteil nicht direkt betroffen zu sein. An der Sterbehilfepraxis werde sich vorerst nichts ändern. Exit kann laut Statuten keinen gesunden Menschen helfen, sondern nur bei hoffnungsloser Prognose, unerträglichen Beschwerden oder unzumutbarer Behinderung."
© Tages-Anzeiger; 15.05.2013

Pro Senectute für Selbstbestimmung

"Angesichts des sozialen Wandels und des medizinischen Fortschritts hat sich Pro Senectute über das Thema Hilfe zum Suizid [wie EXIT sie leistet] gebeugt. Fazit: Pro Senectute anerkennt das "Recht von Suizidwilligen, ihr Leben - auch unter der Beihilfe anderer Personen - beenden zu wollen". Die Organisation begründet ihre Haltung mit den bestehenden Gesetzen, die Hilfe zum Suizid erlauben. Und sie stellt die Haltung ins Licht des sozialen Wandels, der mit einer Individualisierung und Ökonomisierung einhergehe. Als weiteren Grund für ihre Haltung nennt Pro Senectute das Recht auf Selbstbestimmung, das heute ein zentraler Wert sei. "Die Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens soll bei jedem Einzelnen liegen und nicht länger an irgendwelche Autoritäten delegiert werden."
© Aargauer Zeitung; 14.05.2013

EXIT kritisiert nationales Forschungsprojekt

"Organisationen wie Exit und Dignitas kritisieren ein Projekt des Nationalfonds. Es sei politisch und rechtlich überholt und verschleudere Steuergelder [...], s sei weder ergebnisoffen noch wissenschaftlich neutral, sondern gegenüber der Patientenautonomie voreingenommen. Selbstbestimmung und Suizidhilfe behandle es von vornherein als problematisch und negativ. Bernhard Sutter, der Exit-Vizepräsident, bemängelt etwa, ins Projekt seien unverblümt moraltheologische Positionen der katholischen Kirche eingeflossen. [...] Der Ausführungsplan des Projekts wünscht eine "Diskussion über eine angemessene strafrechtliche Regelung der umstrittenen Suizidhilfe" und "Vorschläge für eine rechtliche Neuregelung der Suizidhilfe". Vonseiten Exits heisst es, die unterlegenen Selbstbestimmungsgegner wollten "durch die Hintertür der Wissenschaft" doch noch eine Einschränkung der Sterbehilfe erreichen. Bundesrat, eidgenössische Räte und der Zürcher Regierungsrat hätten schliesslich vor kurzem eine weitere Regulierung der Sterbehilfe abgelehnt. [...] Die gemeinsame Kritik veranlasste die fünf Sterbehilfeorganisationen Exit Romandie, Exit deutsche Schweiz, Dignitas, Ex international und Lifecircle, gestern gemeinsam eine Medienkonferenz einzuberufen. Sie bemängelten, Sterbehilfe nehme im NFP 67 eine völlig überproportionale Rolle ein, obwohl diese von allen Sterbefällen weniger als ein Prozent ausmache."
© Tages-Anzeiger; 26.04.2013

"The five organisations which legally offer assisted suicide in Switzerland have criticised a government-commissioned research programme led by a Catholic theologian, saying the project is too biased. Exit Romandie, Exit Deutsche Schweiz, Dignitas, Ex International und Lifecircle demand the Swiss National Science Foundation (SNSF) readjust the national research programme end of life NRP 67. They claim the CHF 15 million programme is "unscientific", "biased" and "full of Catholic morality". [...] The organisations are convinced that the research project is a sham, to bring the subject back on the political agenda. They have cancelled their cooperation for the time being. [...] Assisted suicide organisation have more than 100,000 members. Every year they assist 550-600 people in dying, many of them from abroad."
© The Mail; 26.04.2013

"Réunies pour la première fois en trente ans, cinq associations d'aide au suicide dénoncent le parti pris d'un programme de recherche lancé par le FNS pour 15 millions de francs. Les responsables sont connus pour être hostiles à l'aide au suicide. [...] Les associations montrent du doigt le programme de recherche PNR 67, intitulé "Fin de vie" et lancé en 2010 par le Fonds national suisse de la recherche scientifique (FNS). "Ce programme se retrouve entre les mains d'un théologien éthique catholique fermement opposé à l'aide au suicide et dont le regard n'est en aucun cas scientifique", avance Ludwig A. Minelli. Le vice-président d'Exit Suisse alémanique, Bernhard Sutter, renchérit: "Le programme contient de nombreux signes de partialité que nous avons consciencieusement analysés." Pour Bernhard Sutter, plus de 40% des domaines de recherche abordés touchent la question de l'aide au suicide. "C'est disproportionné. On oublie qu'en Suisse, 99% des décès se déroulent sans assistance au suicide." Le vice-président d'Exit dénonce plusieurs partis pris, notamment lorsqu'on présente leur activité comme un "sujet de controverse". "C'est oublier les soutiens populaires [les votations zurichoises de 2011, ndlr] et les choix récents du Conseil fédéral et du parlement de ne pas légiférer." Un autre soutien politique s'est manifesté en mars dernier: le socialiste Andreas Gross a déposé une demande d'éclaircissement au Conseil national autour de ce programme. Pour l'heure, les cinq associations ,qui réunissent 100 000 membres et accompagnent annuellement quelque 550 personnes dans la mort, ont décidé de bloquer leur collaboration avec le PNR 67."
© Le Temps; 26.04.2013

Andrang am EXIT-Muba-Stand

" [...] Der Stand des Vereins EXIT zieht an der Muba in Basel das Publikum gleich in Scharen an. Das begleitete Sterben scheint kein Tabu-Thema mehr zu sein. Neben indonesischen Bauchtänzen, Whirlpools und Küchengeräten sorgt besonders ein Stand für Aufsehen: Die Sterbehilfe-Organisation EXIT lockt die Massen an ihren Stand. "Am Freitag standen die Leute richtiggehend Schlange", sagt EXIT-Sprecher Bernhard Sutter. Es stehe zwar nicht die Hilfe zum Freitod im Zentrum, sondern die neue Patientenverfügung. Viele Fragen drehen sich aber dennoch um das begleitete Sterben. Dass Sterbehilfe kein Tabuthema ist, zeigt sich nicht nur am grossen Interesse an Informationsbroschüren. "Wir haben unsere Tragetaschen extra nicht angeschrieben", so Sutter. Den meisten Besuchern hätte dies laut Sutter aber nichts ausgemacht. Die Veranstalter der Muba, die EXIT explizit eingeladen hatten, freuen sich über den Zulauf. "Wir haben auch bemerkt, dass EXIT viele Leute anzieht", sagt Sprecher Simon Dürrenberger. Man überlege sich deshalb, nächstes Jahr einen grösseren Stand anzubieten"
© 20 Minuten; 25.02.2013

"[...] Sterbehilfe ist offensichtlich kein Tabuthema mehr. Der Stand der Schweizer Sterbehilfeorganisation EXIT zieht an der Mustermesse (Muba) in Basel die Interessenten massenweise an, berichten übereinstimmend Vertreter der Messeorganisation und von EXIT. Im Mittelpunkt des Publikumsinteresses stünde die neue Patientenverfügung von EXIT. Aber auch die Themen begleitetes Sterben und Freitod fänden grosses Publikumsinteresse. [...]"
© Süddeutsche; 27.02.2013

" [...] EXIT, un exposant qu'on ne verra peut-être pas de sitôt à la Foire de Strasbourg, mais qui ne choque personne en Suisse, surtout pas à Bâle, la ville la plus âgée du pays. Les voisins de stands d'EXIT ont même été interrogés par la direction avant d'être placés à côté d'eux. Et personne n'y a vu d'inconvénients. [...] La file d'attente est longue devant le stand d'EXIT: des retraités, en couple ou seuls, des quinquagénaires dont les parents ont Alzheimer, quelques jeunes aussi. Ils patientent pour s'entretenir sur l'aide au suicide avec l'un des trois bénévoles d'EXIT: "Le questionnement sur la fin de vie préoccupe de plus en plus de gens, du fait de l'allongement de la durée de la vie, de la forte augmentation de la maladie d'Alzheimer ", estime le vice-président d'EXIT Deutsche Schweiz, Bernhard Sutter."
© France 3; 26.02.2013

EXIT wächst und wächst

"Die Sterbehilfeorganisation EXIT registrierte 2012 so viele Neuanmeldungen wie noch nie. Netto sind im vergangenen Jahr 7000 Mitglieder der Organisation beigetreten. Das sind rund 20 pro Tag. Damit wurde sogar das Rekordjahr 2011 nochmals überboten. Einen grossen Anteil am Andrang hat die neue Gesetzeslage. Seit dem 1. Januar gilt das überarbeitete Erwachsenenschutzrecht. Dadurch werden die Patientenverfügungen noch wichtiger, weil Ärzte nun schweizweit dazu verpflichtet sind, diese Verfügung aktiv einzuholen. [...] EXIT feierte 2012 sein 30-Jahr-Jubiläum, führte im Juli den Weltkongress der Sterbehilfegesellschaften durch und zählt mittlerweile über 66 000 Mitglieder. Viel Aufmerksamkeit trug auch der Freitod von Fussball-Legende Timo Konietzka bei. Zu Hause in Brunnen SZ schluckte der gebürtige Deutsche im März Natrium-Pentobarbital. In der selbst verfassten Todesanzeige lobte Konietzka die Organisation: <Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei EXIT bedanken, die mich von meinen Qualen erlöst und auf dem schweren Weg begleitet hat.>"
© Der Sonntag; 13.01.2013

Auszeichnung für EXIT-Buch

"Das Buch "Der organisierte Tod" von Hans Wehrli, Bernhard Sutter und Peter Kaufmann, für EXIT der deutschen Schweiz, erhielt den diesjährigen Arthur-Koestler-Sonderpreis, "weil es so gut die kontroverse Diskussion zum Thema der Freitodhilfe aufzeigt. Es ist erstklassig", so die Jury. Das Werk besteht aus Pro- und Contra-Beträgen zu Sterbehilfe und Palliative Care. Akteure, Experten und Kritiker zeigen darin anhand wahrer Fälle und Schicksalsgeschichten, wie Sterbehilfe in den letzten 30 Jahren in der Schweiz, aber auch in Deutschland und im übrigen Europa zu einer nicht mehr wegzudenkenden Realität geworden ist. Sie beziehen Stellung zu den kontroversesten Aspekten der Sterbehilfe und zeichnen ein feines Bild des Kampfes um Würde und Selbstbestimmung am Lebensende. Bernhard Sutter, der stellvertretend für die anderen Herausgeber anwesend war, betonte, dass es Absicht gewesen sei, nicht nur für die Schweiz, sondern auch nach Deutschland hineinwirkend zu argumentieren. So sei rund die Hälfte der 28 Beiträge von deutschen Autoren. Er erinnerte an die Schweizer Gesundheitsministerin Simonetta Sommaruga, die betont hat: "Es ist nicht Sache des Gesetzgebers, das Recht des Suizids zu beurteilen." Man sollte aufhören, mahnte Sutter an, Sterbehilfe und Palliativmedizin als Gegensätze zu sehen, sie seien komplementär."
© Berliner Zeitung; 10.11.2012